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Letzte Meldungen

Montag 10. Dezember 2018

Vier + 2 im Schlitten

Zu Viert gibt es mehr Unterschriften

Vier Blaue Weihnachtsmänner und 2 Gäste[mehr]


Samstag 08. Dezember 2018

2018 Ich sammle wieder Unterschriften

Der Blaue Weihnachtsmann unterstützt die Initiative Mama-Papa-Auch

Zum Thema Doppelresidenz sammel ich Unterschriften. Heute, am 08.12.2018 war ich am Jungfernstieg in Hamburg. Die Resonanz war 132 weitere BeführworterInnen die Doppelresidenz im Gesetz fest zu verankern.[mehr]


Mittwoch 06. Dezember 2017

Mit Karussellfahren war nix ..

Also kein Karusellfahren

Wenn der rote Nikolaus kommt, dann ist für Trennungsväter kein Platz. Ich habe noch viel zu tun.[mehr]


Mittwoch 06. Dezember 2017

Jungfernstieg in Hamburg

Schnell auf zwei Rädern

Nun, - was soll ich Euch sagen, - es war wieder ein ereignisreicher Tag... [mehr]


Samstag 10. Juni 2017

Ich bin dann mal in Köln

Auf dem Weg nach Köln

Mit meinem Schlitten fahre ich kreuz und quer durch die Bundesrepublik und nun komme ich nach Köln zur Demo.[mehr]


Samstag 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten mit allen Kindern

Frohe Weihnachten

Es ist schon eine Sauerei, was deutsche Familiengerichte mit den Vätern und Kindern machen aber dennoch wünsche ich allen Eltern ein frohes Weihnachtsfest mit ihren Kindern.[mehr]


Samstag 17. Dezember 2016

Ich bin ans Kreuz genagelt worden

Bernd Kuppinger, Achim Schuhmacher und Klaus Zinser

Wenn Deutsche Familiengerichte entscheiden, dann interessieren sich die Richter und Richterinnen nur rudimentär für das Gesetz.[mehr]


Doppelresidenz, Umgangsrecht

Ich spreche dann mal mit Herrn Dr. Felgentreu

Zusammen mit vier Kollegen sitze ich im Abgeordneten Haus des Deutschen Bundestags. Wir sind im Gespräch mit Dr. Felgentreu und seiner wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Arbeiten, die im Familienausschuss anfallen.

Fünf Blaue Weihnachtsmänner im Abgeordnetenhaus

Fünf Blaue Weihnachtsmänner im Abgeordnetenhaus

Freundlich werde ich im Abgeordnetenhaus Unter den Linden 50 in Berlin empfangen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin von Herrn Dr. Felgentreu ist für die Angelegenheiten des Familienausschusses zuständig und holt uns am Empfang ab. Anlass des Gesprächs war der Kontakt beim Bundesforum Männer. In lockerer und freundlicher Atmosphäre sitze ich bei Herrn Dr. Felgentreu und sprechen über den Perspektivwechsel.

Wie würden die neuen Gesetze aufgenommen, wenn das Wort Frau durch Mann bzw. Mutter durch Vater ersetzt würde? Zum Beispiel: "Die Mutter hat das Recht, einen Antrag auf die gemeinsame Sorge zu stellen.“ Wären die Frauenverbände damit einverstanden? Wie würde die Gesellschaft darauf reagieren, wenn der Vater das Kind nach einer Trennung zugesprochen bekäme und die Mutter einen Antrag auf Umgang stellen müsste?

Über eine Stunde wurde die Situation der Männer und Väter in der Gesellschaft erörtert. Zentrale Themen waren die rechtliche und praktische Gleichstellung von Vätern und Müttern im Familienrecht. So ist es nicht verständlich, warum Väter, die ihre Kinder umfangreich betreuen, den vollen Kindesunterhalt zahlen müssen.

Herr Dr. Felgentreu erzählte, dass innerhalb der SPD in einer Arbeitsgruppe mit externen Experten unter anderem mit Frau Prof. Sünderhauf, der Vorschlag gemacht wurde, das Doppelresidenzmodell als Option einzuführen. Dieses zusätzliche Instrument soll „bei Bedarf“ durch das Gericht verordnet werden können. Aus der Erfahrung beim Sorgerecht halte ich diese Option für höchst problematisch, da sie wieder der Willkür der Richter Tür und Tor öffnet.

So hat jeder Vater die Möglichkeit gegen den Willen der Mutter das Sorgerecht zu beantragen. Allerdings wird anschließend von den meisten Richter der Antrag dahin entschieden, dass bei dem Konflikt zwischen den Eltern, die gemeinsame Sorge nicht dem Kindeswohl entspricht. Faktisch hat der Vater also keine Möglichkeit bei einer strittigen Trennung im Rahmen der Gleichstellung die gemeinsame Sorge mit zu übernehmen.

So habe ich zum Ausdruck gebracht, dass das Doppelresidenzmodell in jedem Fall die Grundlage nach einer Trennung sein muss. Können sich die Eltern nicht auf eine abweichende Regelung einigen, so erziehen und betreuen sie beide ihre Kinder zu gleichen Teilen. Das entspricht auch dem Artikel 3 Grundgesetz. „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Besonders dem zweiten Satz aus Art. 3 GG ist damit Rechnung getragen. „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Denn nicht nur die Väter und deren Kinder leiden unter den derzeitigen Gesetzen sowie deren richterliche Umsetzungen. Auch die gesamte Familie des Vaters ist davon betroffen. Dazu gehören die Großeltern, Halbgeschwister, Onkel, Tanten, Kusinen und Kusins.

In Puncto Gleichstellung ist es wohl nicht mehr zeitgemäß, dass es zwar eine Gewaltschutzhotline für Frauen gibt, aber keine für Männer. Da reicht es auch nicht, dass die Männer bei der Gewaltschutzhotline für Frauen anrufen dürfen. Wirklich weiter geholfen wird Männern als Opfern häuslicher Gewalt durch Frauen dort ohnehin nicht, da es hier keine Programme für die Männer gibt.

Einige Themen waren Herrn Dr. Felgentreu bekannt. Bei einigen Themen gab es neue Sichtweisen und Argumente. Für mich, den Blauen Weihnachtsmann, war das Gespräch gut verlaufen. Und wenn ich mir etwas wünsche, dann ist es, dass ich bei dem nächsten Gesetzentwurf von Herrn Dr. Felgentreu gehört werde im Hinblick auf die Frage: „Wie fühlt sich das Gesetz aus der Perspektive des anderen Geschlechts an?“

Ich, der Blaue Weihnachtsmann war mit Carsen Blana, Rainer Nickling, Hartmut Schwarz, Detlef Naumann und Izabela Oleksiak da.

14.07.2016 02:32 Alter: 2 Jahre